Tradition und Moderne

 

Als Friedrich-Christian Werner Mitte der 50er Jahre mit seiner Frau Gertrud vom oberhessischen Langen nach Hechtsheim übersiedelte, war da nicht viel auf seinem alten Leiterwagen: Ein paar Koffer, Kleider und das Notwendigste für eine einfache Haushaltsführung. Aber das vielleicht Wichtigste war ein Stück Papier, 1954 ausgestellt: Sein Meisterbrief. Und damit die Berechtigung, eine Backstube und Konditorei zu führen. Mit diesem Brief, mit seinen vorangegangenen Lehr- und Gesellenjahren hat Friedrich-Christian Werner ganz fest seine Werte und Vorstellungen vom Bäcker- und Konditoreihandwerk verbunden. Er hat sie sich von erfahrenen Gesellen und Meistern seines Fachs angeeignet. Und er hat sie erfahren von seinen Eltern, seiner Familie und seinen Freunden.

 
Heute führen sein Sohn Manfred Werner und seine Schwester Angelika Werner-Foth die Backstube mit über siebzig Mitarbeitern nach den fünf gleichen, bewährten Prinzipien wie die Generation ihrer Eltern:

1. Höchste Qualität der verwendeten Rohstoffe

Aus etwas Minderwertigem kann nie etwas Gutes werden. Brot und Brötchen brauchen bestes Mehl. Nur deshalb sind unsere Backwaren so unvergleichlich im Geschmack. Und das gilt nicht nur für das Mehl. Die Wasserqualität muss stimmen, der hauseigene Natursauerteig seinen einzigartigen Geschmack behalten, die Saaten und Körner müssen von ausgesuchter Qualität sein und das frische Obst für Kuchen und Torten von bestem Aroma und Geschmack sein. Und wenn möglich, aus biologisch-einwandfreier Herkunft. Auch deshalb ist Werner’s Backstube zertifizierter Bioland-Vertragspartner.

2. Backen aus Tradition und Leidenschaft

Aus guten Zutaten allein wird noch lange kein gutes Brot. Dafür braucht es die lange Tradition des jahrhundertealten Bäckerhandwerks. Und die Leidenschaft, diese zu erhalten. So praktizieren unsere Bäckermeister die seit Jahrhunderten bewährte sogenannte lange Teigführung. Unsere so genannte lange Teigführung haben die Bäckermeister schon vor Jahrhunderten praktiziert. Weil Sie wussten, dass Brote aus lang gereiften Teigen, die über Nacht noch einmal geruht hatten, für die Menschen besser zu verdauen waren. Und auch deshalb gibt Werner’s Backstube heute allen Teigen, gleich ob für Brote oder Brötchen, die Zeit, die Sie brauchen. Nur mit diesem großen Wissensschatz und den unzähligen kleinen Handwerksfertigkeiten entstehen Brote wie unser Dombäck oder der Meenzer, das Brötchen unserer Stadt.

3. Höchste Kundenfreundlichkeit

Für Friedrich-Christian Werner und besonders für seine Frau Gertrud war es eine Selbstverständlichkeit und Freude, Menschen freundlich und zuvorkommend zu bedienen. Im der Backstube direkt angeschlossenen Fachgeschäft war reger Betrieb und Geschäftigkeit den gesamten Tag. Kunden kamen und gingen, ein kleiner Plausch wurde gehalten und natürlich auch die jüngsten Neuigkeiten des Mainzer Vorortes verkündet. Ein Stück soziales Leben einer Dorfgemeinschaft. Und genau dies findet auch heute noch bei Werner’s Backstube statt. Unsere Bäckereifachgeschäfte sind so gestaltet, dass sie zum Verweilen einladen. Einladen zum kleinen Plausch und zur kurzen Pause vom Alltag. Und deshalb schult Werner’s Backstube auch seine Mitarbeiterinnen ständig in Service Kundenfreundlichkeit.

4. Enge Verbundenheit mit der Region

Schon Friedrich-Christian Werner wollte in Hechtsheim, in Mainz, backen. Und das gilt heute noch. Die Familie fühlt sich mit Mainz, mit Rheinhessen und der ganzen Region mehr als verbunden. Sie ist ein Stück davon. Mit dem Meenzer Dialekt, der Meenzer Fassenacht, der Meenzer Fröhlichkeit. Mit der einzigartigen Meenzer Art, der Meenzer Fleischwurst und dem Meenzer, dem Brötchen dieser Stadt. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit Erzeugern und Lieferanten aus der Region. Dazu gehören die vielen Sport- und Kulturvereine, für die Werner’s Backstube im Rahmen seiner Möglichkeiten immer ein offenes Ohr hat. Dazu gehört die Unterstützung sozial Benachteiligter und die Förderung der Jüngsten. Und dazu gehört in erster Linie die feste Verbundenheit mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und natürlich auch die Schaffung von mehr als einem Dutzend Ausbildungsplätzen pro Jahr.

5. Verpflichtung zur Tradition verpflichtet zur Moderne

Wer an der Tradition festhält, schafft Neues. Viele Generationen, bei den Bäckern über Jahrhunderte hinweg, haben diese Tradition im Bäckerhandwerk begründet. Und jede neue Generation hat ein Stück Tradition geschrieben. Wenn die Bäcker- und Konditormeister sich auf die Tugenden der Handwerkskunst besinnen und versuchen, ihr gesamtes Wissen gemeinsam in ein neues Produkt fließen zu lassen, kann Großartiges entstehen. Und Köstliches: Mit dem Christstollen ist das beispielsweise so. Diese Spezialität basiert auf alten Aufzeichnungen von Friedrich-Christian Werner und wurde von Manfred Werner perfektioniert.